Menü
Aktuelle Seite: HOMEINDIENINDIEN 1956-1963FÜR IHN LEBEN UND ARBEITEN

Für Ihn leben und arbeiten

 

Seit unserer Initiation gab es für uns nur eines: Meister ist alles für uns; wir sind für Meister geboren, wir werden für Meister arbeiten, und wir werden für Meister sterben. Das ist der Zweck unseres menschlichen Lebens und wir haben uns beide dafür entschieden. Meine Frau und ich arbeiteten sehr eng zusammen und es gab viele Erfahrungen, viele Begebenheiten, die uns zeigten, dass diese Kraft, die jetzt in der Welt wirkt, die Gotteskraft selbst ist.

 

Er ist die Allmächtige Kraft

Viele Begebenheiten ereigneten sich im Umkreis des Amritsar-Zentrums. Oft rief mich Meister (während des Satsangs) zu sich und forderte mich auf zu sprechen, und viele Male wurde es aufgenommen, wenn ich über diese Begebenheiten berichtete, und Meister selbst war dabei im Satsang anwesend. Einmal sagte ich: "Diese Kraft, die vor euch sitzt, ist nicht bloß ein Meister, Er ist die Allmächtige Kraft selbst." So wie Meister in einem Sat Sandesh (einer monatlich erscheinenden Broschüre) sagt, dass Kabir der Vater der Spiritualität ist, so war auch unser Meister kein gewöhnlicher Heiliger – Er durchquerte alle Ebenen und gelangte direkt in Seine Heimat. Und von hier aus konnte Er die gesamte Weltlage kontrollieren. Eine so große Kraft war Er, aber nur sehr wenige Menschen konnten das verstehen. Uns jedoch gab Er von Anfang an dieses richtige Verstehen.

Wenn wir etwas taten, um Seine Mission zu fördern, begannen wir einfach damit, auch ohne vorher die Zustimmung zu erhalten. Wenn man etwas tut, damit die Menschheit besser wird oder um Seine Mission zu fördern, sollte man in Seinem Namen beginnen. Wenn man etwas in Seinem Namen tut, ist diese Kraft bereits da, man braucht sich deswegen nicht zu sorgen.

Ich spreche nur von den Dingen, die von Meister bestätigt wurden. All diese Erfahrungen wurden von Meister voll und ganz bestätigt. (Wenn eine solche Begebenheit geschah), erhielten wir dadurch so viel Schwingung, dass wir am darauf folgenden Tag nicht anders konnten, als scheinbar ohne äußeren Grund zu Meister zu fahren. Wir wussten nie, wann wir zu Meister fahren werden, wir hatten nie einen fixen Zeitpunkt geplant. Wir entschlossen uns zu fahren, wenn wir gar nicht mehr anders konnten. Manchmal wurde diese Schwingung so stark, dass sie beständig und ununterbrochen zu spüren war. Dann konnten wir nicht anders, als zu Meister zu fahren.

 

Amritsar-Zentrum

Damals gab es viele Probleme im Zentrum in Amritsar und niemanden, der all das handhaben konnte. Immer, wenn Meister kam, musste Er die Probleme lösen, die zwischen dem einen und dem anderen bestanden. Er hielt nicht viel Satsang, sondern war damit beschäftigt, Entscheidungen zu treffen, um diese Probleme zu lösen. Einmal, als Meister zum dritten Mal nach Amritsar kam, war ich in mein Dorf gefahren, um etwas zu erledigen. Während meiner Abwesenheit wurde von den anderen beschlossen, jemanden zu wählen, um die ganzen Angelegenheiten des Ashrams zu handhaben. Es gab zwar jemanden, der dafür zuständig war, aber er konnte diese Probleme nicht richtig handhaben, weil er selbst von vielen kleinen Problemen betroffen war. Meister mahnte ihn viele Male, sich von seinen Problemen frei zu machen, aber schließlich sagten alle zu Meister, dass sie jemanden haben möchten, der all die Probleme handhabt und sich um alles kümmert.

So sagte Meister: "Nennt mir jemanden, den ihr für diese Aufgabe auswählen wollt." So wurde einmütig mein Name genannt: "Er ist jemand, der sich nach der Initiation immer von ganzem Herzen um Meisters Sache gekümmert hat. Er kommt die meiste Zeit in den Ashram und setzt sich auch finanziell dafür ein." So sagte Meister: "Gut, zeigt mir diesen Mann, für den ihr euch alle so einmütig einsetzt." Als ich nach diesem Gespräch dort eintraf, sagte Meister: "Sie möchten, dass du der Leiter des Ashrams wirst. Möchtest du das auch?" Ich sagte: "Meister, was ist Eure Meinung?" Meister sagte: "Ich gehöre auch zum Sangat, ich bin (derselben Meinung) wie alle Schüler." Daraufhin sagte ich: "Meister, ich möchte arbeiten. Es ist wirklich mein Wunsch zu arbeiten. Wenn Ihr damit einverstanden seid, kann ich nicht anders als annehmen." Meister war sehr glücklich, weil ich nie zögerte. Ich sagte nie: "Meister, ich habe keine Zeit", auch wenn ich in meinem Beruf sehr viel zu tun hatte – ich leitete das Krankenhaus und die Apotheke. Es kamen sehr viele Menschen zur Behandlung zu mir, aber trotzdem hatte ich noch viel Zeit übrig für Meisters Werk. Ich arbeitete den ganzen Tag (in meinem Beruf), und am Abend war ich dann frei für die Mission. Drei, vier Stunden arbeitete ich für Seine Sache.

Danach bestimmte Meister noch jemanden als meinen Sekretär. Meister sagte: "Du kannst dir noch mehr Leute als Mitarbeiter aussuchen." Später dann dachte ich, dass es keine einfache Arbeit ist, diese Last auf den Schultern zu haben. Es wäre gut, wenn wir dafür auch von Meister eine Garantie erhalten würden. Es war Sommer und Meister ruhte sich auf der Dachterrasse des Hauses aus. Ich ging zu meinem Sekretär und sagte zu ihm: "Wir wollen zusammen zu Meister gehen und mit Ihm sprechen. Es ist in unserem eigenen Interesse. Wir sollten zu Ihm gehen. Ich weiß noch nicht, was wir mit Ihm besprechen werden; das wird erst entschieden werden, wenn Meister uns erlaubt zu sprechen. Was gesprochen wird, hängt von Seinem liebevollen Willen ab. Aber etwas drängt mich, zu Meister zu gehen."

Als wir bei Ihm waren, sagte ich: "Meister, ich habe eine Frage." Meister sagte: "Sprich." Ich sagte: "Meister, es gab bereits viele (die die Verantwortung für den Ashram übernommen hatten) – vor mir gab es auch einen Leiter des Ashrams, der nun nicht mehr hier ist. Vor diesem war einer, der auch gegangen ist. Und vor diesem war einer, der ebenfalls nicht bleiben konnte. Was war ihr Problem? Warum sind sie gegangen? Warum konnten sie nicht bleiben?" Meister sagte: "Ihr Problem war ausschließlich ihr Ego." Ich bat Meister: "Wenn das auch mit uns so sein wird, dann möchte ich lieber noch heute zurücktreten. Unter diesen Umständen möchte ich nicht arbeiten." Meister sagte: "Sprich von dir selbst." Ich sagte: "Nein, Meister, wir wurden beide für diese Arbeit ausgewählt." Meister sagte: "Nein, ich sage dir, sprich von dir selbst." Ich sagte: "Meister, wenn ich vom Ego betroffen sein werde, bitte ich um die Einwilligung, diese Arbeit sofort niederlegen zu dürfen. So kann ich nicht arbeiten, so darf ich nicht arbeiten." Da war Meister sehr glücklich. Er hob Seine Hand und sagte: "Nein, du wirst nicht vom Ego betroffen sein. Mach' dir keine Sorgen!" Diese Worte waren von einer Schwingung, einer Ladung begleitet, die immer noch wirkt, denn es waren Meisters Worte.


Satsang

Es kam zu einer (sehr positiven) Veränderung im Satsang, als wir begannen einen Kassettenrekorder zu benutzen (und Aufnahmen von Meisters Satsang zu spielen). Ich sagte: "Meister, ich möchte nur Eure Stimme hören." Meister war glücklich und schrieb mir einen Brief. Er schickte uns einen Kassettenrekorder, und wir bezahlten ihn.

Und dann nahm ich diesen Kassettenrekorder zum ersten Mal (zum Satsang) nach Amritsar mit, und die Leute, die danach aus waren, ihr eigenes Spiel zu spielen, wollten die Kassettenaufnahmen nicht hören. Das zeigte, wie wenig sie eigentlich an Meister interessiert waren. So zogen sich einige vom Satsang zurück mit der Begründung: "Das ist nicht schön." Ich sagte: " Dann ist es eben nicht schön, aber es steht so in den Heiligen Schriften und Meister spricht (auf dem Band)." So kamen Beschwerden dieser Art auf, die bis zu Meister vordrangen. Meister jedoch verteidigte mich, und später sagte Er: "Der Doktor verhält sich richtig, denn er schickt alle und jeden direkt zu mir, und bindet niemanden an sich."

Meister manifestiert sich in Nag Kalan

Auf dem Rückweg von einer Reise nach Bombay hatte Meister einmal einen Autounfall. Danach fuhr Er mit dem Taxi zurück zum Ashram nach Delhi.

Am selben Tag am Abend erschien uns Meister in Nag Kalan, dort, wo wir später Seinen Raum einrichteten. Die Manschetten und der Kragen von Meisters Hemd waren schmutzig und der Turban hatte sich gelöst. Kurz danach verschwand Meister wieder.

Überaus erstaunt, war es uns nicht möglich zu unterscheiden, ob Meister sich manifestiert hatte oder ob Er physisch gekommen war. Unser ganzes Haus war erfüllt von einem Duft wie Rosen und Jasmin. Sofort stiegen wir ins Auto und kamen früh morgens im Ashram in Delhi an. Als wir aus dem Wagen stiegen, sah uns Meister, und Er sagte zum Sangat, der bei Ihm saß: "Der heutige Satsang ist beendet. Geht jetzt nach Hause, ich bin sehr müde. Ich bin sehr spät in der Nacht zurückgekommen und muss mich erst noch umziehen."

Zu unserer großen Überraschung trug Meister dieselbe Kleidung: Seine Manschetten waren schmutzig, der Kragen war zerrissen und ein Teil Seines Turbans hatte sich gelöst.

Dann hatte Er ein Herz-zu-Herz-Gespräch mit einigen Schülern. Ich sagte: "Meister, wir wollten Dir etwas erzählen." Aber weil diese Leute da waren, sagte Er: "Nein, sprecht nicht." So haben wir niemals wieder in unserem Leben mit Meister über diese Erfahrung gesprochen.
Harbhajan Singh
Sant Kirpal Singh
Bhaji_Biji

Zu Meisters Zeit gab es in Amritsar bereits einen Ashram. Dr. Harbhajan Singh und seine Frau Surinder Kaur, die in Nag Kalan, in der Nähe von Amritsar wohnten, begannen gleich von Beginn an im Amritsar Ashram mitzuarbeiten.

Sant-Kirpal-Singh
Mehr:
MP3 Sant Kirpal Singh – Punjabi Satsang

"Guru Sman Nahin Data – Kabir"

 

 

Sant-Kirpal-Singh
Go to top