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Aktuelle Seite: HOMEINDIENINDIEN 1956-1963MEIN MEISTER

Mein Meister

 

Entweder begegnet der Schüler dem Meister oder der Meister kommt zum Schüler. Der Meister ist jene Kraft, die bereits bei der ersten Begegnung einen Schimmer von Ihm (von Gott) gewährt. Er wird euch mit Sicherheit etwas geben. Die Verbindung mit Ihm ist so voller Gnade. Er erinnert uns an unsere Heimat und an den Zweck unseres menschlichen Lebens oder Er versucht die Probleme zu beseitigen, die unseren Weg behindern. Er ebnet den Weg, Er weiß, wie Er das Kind wieder in den Schoß des Vaters zurückbringt. Er weiß alles. Der Zeitfaktor spielt eine Rolle, er hängt mit unserer verspäteten Entwicklung zusammen. Wir sind nur äußerlich erwachsen, nicht aber im Inneren, und so bleiben wir manchmal zurück.

Dr. Harbhajan Singh erzählt über seine Suche: "Gott selbst hatte Erbarmen mit mir. Er brachte mich in Verbindung mit dem gnadenvollen Meister, mit Ihm, der uns das Glück schenkt. Ich begegnete dem Meister nach einer langen Suche von 25 Jahren. Obwohl Er sogar in meine Heimatstadt kam, ganz in meine Nähe, wusste ich nicht, dass Er der Meister war. Ich betete ständig zu Ihm, dass Er mir begegnen möge oder ich mit Ihm in Verbindung kommen möge.

Als ich ein Junge von sechzehn Jahren war, erschien Er mir genau an dem Tag, an dem ich mich einem sehr großen Problem gegenübersah, und dadurch wandelte sich mein Blickwinkel vollkommen."


Vor der Initiation

Als ich ein Kind war, erschienst Du mir im Traum.
Die Sterne, den Mond erblickend, sah ich Dich in aller Herrlichkeit.
Nie fühlte ich mich allein oder fürchtete ich mich, doch ich wollte nichts wissen von Rot1 und Grün2.

Liebte immer das Weiß3 und Gelb4, war mir bewusst, sie sind jenseits von Tod und Galgen.
Du wusstest, Weiß kann im Weiß erscheinen und sich darin verbergen5,
So wähltest Du Gelb, um mich zu führen.

Als ich an Dich zu denken begann, verweiltest Du Weiß in Weiß.
Als ich das sah, fiel ich auf die Knie6, langsam entschwandest Du meinem Blick.

So hast Du mich mit Sehnen und Lernen gesegnet.
Ich war nicht gebildet, aufs Schreiben verstand ich mich nicht.
Aber ich wusste, dass Du mich segnetest, um Dir zu dienen.
Jetzt weiß ich nicht mehr genau, wo und wann es geschah.

Mein Leben lang sah ich in Dir meinen Vater7. Ihn8 respektierte ich sehr,
Doch beugte ich mich nie seinen Ansichten.
Er wollte, dass ich in eine andere Richtung gehe, was ich nie konnte.
Du weißt, durch Deine Gnade würde ich es nie tun.

Sie9 liebte mich sehr, ich liebte sie um Deinetwillen. Du kanntest den Grund und hast auch sie gesegnet.
Wenn eine gute Mutter im Jenseits einen Wunsch10 hat,
Wer will die Liebe der Mutter zu ihrem Kind zurückweisen?
Eine solche Mutter wird noch vor ihrem Sohn gesegnet11,
Vater und Sohn sind glücklich, niemand sonst hat damit zu tun.

1 Die Farbe der Götter und Göttinnen
2 Die Farbe der negativen Kraft
3 Die Farben der Heiligen
4 Die Farben der Heiligen
5
Wenn eine Farbe sich mit der gleichen Farbe vermischt, kann man sie nicht mehr auseinanderhalten. Mit Hilfe des goldenen Lichts schreitet der Schüler weiter voran. Das goldene Licht im Innern ist eine besondere Gnade des Meisters.
6 Ich gab mich hin
7 Meister
8 Physischer Vater
9 Meine Mutter
10 Nach der Liebe ihres Kindes
11 Bezieht sich auf eine Erfahrung des Autors mit seiner Mutter


Mit Kal

Es kam eine schwierige Zeit in mein Leben. Ich fühlte mich schrecklich, rastlos, aber zeigte es nicht.
Ich dachte, ich müsste darauf achten, besser zu sein. Ich fühlte, das hatte ich Meister versprochen.

Es war eine Sache zwischen Kal und mir, ich konnte standhalten, brauchte aber Hilfe von Dir.

Kal erschien jeden Tag mit einem neuen Trick. Das Schwert seiner Stärke wurde täglich schärfer.

Gesegnet der Ort, an dem Du mir erschienst. Jetzt verneige ich mich dort, wo Du mir begegnetest.
Dort erschienst Du mir in der physischen Form,
Ich hatte nicht gewusst, dass Du von solcher Anziehungskraft bist.

In der nächsten Nacht griff er mich mit mächtigeren Waffen an.
Er wusste nicht, dass ich am Tag zuvor Kraft erhalten hatte.
Ich packte ihn bei seiner knochigen, haarigen Hand,
Er begann jämmerlich zu schreien und konnte sich nicht widersetzen.

Die ganze Nacht hielt ich ihn fest, er bat und bat in die Astralwelt zurückzudürfen.
Schließlich verneigte ich mich vor Dir und bat um Deinen Rat,
Ihm sagte ich: "Mein Meister kann dir vergeben, wenn du unsere Verbindung anerkennst."

Er stimmte zu und sagte: "Selbst meine Kinder werden nie mehr kommen."
Er schaute zu Boden, fühlte sich in Schimpf und Schande.
Gottes Werk kann keine Kraft aufhalten, wer das weiß, ergibt sich Seinem Willen.

Dann wusste ich, dass selbst der Löwe1 eine Höhle2 braucht, begann nach Dir zu suchen, ging zu vielen,
Doch konnte ich nichts finden und mich nicht verneigen.3
Über Nacht halfst Du mir, den Grund dafür zu erkennen.

Da ich den Unterschied kannte, so groß wie Tag und Nacht, konnte ich mit einem Blick unterscheiden.
Niemand konnte vor meinen Augen bestehen, sie wagten nicht, die Wahrheit zu sagen, nur Lügen.

Sogleich verließ ich sie und ging zurück nach Haus. Dennoch dachte ich nie, ich sei allein.
Zwölf Jahre vergingen, aber meine Sehnsucht blieb beständig.
Ich sagte: "Es gibt Ihn nicht, obwohl Er sich überall offenbart."

1 Die Meisterkraft
2 Der physische Körper
3 Ich konnte die Eigenschaften, die Meister hat, in niemandem sehen und mich niemandem hingeben.


Wie ich Ihn wieder traf

Einmal war ich in Angst vor einem Dieb, ich konnte nicht anders, als voll Vertrauen Ihn um Hilfe anzurufen.
Ich ging aus dem Zimmer an die frische Luft, kam zurück frisch und klar und riegelte zu.

Plötzlich sah ich Licht in meinem Raum. Wer hatte es angemacht und versetzte mich in Schrecken?
Dann sah ich den Riegel von selbst aufspringen, überrascht fühlte ich, wie mir die Sinne schwanden.

Bald sah ich den Einen, der schon vorher zu mir gekommen, den auf ewig ich verehre und anbete.
Meine Freude kannte keine Grenzen, meine Aufmerksamkeit war gefesselt, ich vergaß alles um mich her.

An diesem Tag erkannte ich: Er kann sich offenbaren und Gestalt annehmen,
Wodurch Er wirklich den Glauben des Kindes erhält.
Einmal sagte ich aus der Trennung heraus: "Es gibt keinen Gott."
Er hielt meinen Arm und sagte: "Wo ist kein Gott?"

Möge diese Nacht so lange wie Millionen Jahre sein,
So dass ich nie unter der Trennung leide, an Sehnsucht und Ängsten!
Seinem Blick konnte ich nicht standhalten, wie Wasser von Plastik glitt die Aufmerksamkeit ab.

Er bat mich aufzublicken, und ich tat es, blickte in Seine barmherzigen Augen, gehorchte voll Ehrerbietung.
In einem Augenblick brachte Er mich zu meiner kranken Frau.
Er hielt ihre Hand und sagte: "Sie ist das Leben meines Lebens."

"Ich habe dir einen sehr guten Gefährten gegeben. Sie wird mein stärkster Kämpfer sein."
Er sagte: "Ich muss noch viel für sie tun, noch habe ich kaum etwas für sie getan."

Er sagte mir, wo Er wohnte und wie Er zu finden sei, ich wollte gleich am nächsten Tag dorthin.
Sofort sah Er mich an und erkannte meinen Wunsch:
"Gott kommt von selbst" – so wie der Ozean1 lebt im Fisch2.

Meine Sehnsucht, Ihm zu begegnen, wuchs mehr und mehr. Sechs Monate vergingen wie tausend Jahre.
Durch Seine Anweisung war ich noch mehr gebunden,
Wenn ich auch von Seiner Kompetenz mit offenen Ohren hörte.

Seine Exzellenz fuhr vorbei, ich ahnte es nicht. Als ich es erfuhr, fragte ich nach Seinen Anweisungen.
Dieser Mann überraschte mich sehr, als ich von ihm hörte, ich solle dorthin3 kommen.

Physisch hatte Er mich nie gekannt, noch ich Ihn.
Seine Gedanken spiegelten sich in mir, und ich konnte Ihn erkennen.
Als Er mir erschien, konnte ich sogar Seinen Namen erfahren.
Als Er unter Tausenden saß, sah ich, dass Er derselbe war.

Wie kann ich einen solchen Meister je vergessen?
Ich fühlte, einem solchen Meister schulde ich viel.
Liebevoll hieß Er mich, nach vorn, nahe zu Ihm zu kommen.
Ich gehorchte und dachte: "Wer kann Ihm lieb sein?"

Ich sah in Seinen Augen die wogenden Wellen der Liebe.
Während des Satsangs schaute Er mich ununterbrochen an,
Und ich fühlte mich erhoben. Aus meinen Augen strömten Tränen,
Kabirs Kompetenz ließ mein Herz erglühen.
Der Satsang endete, ich sah Ihn wieder, Auge in Auge, schwor vor Ihm, für Ihn nie mehr tot zu sein.

Er schaute mir in die Augen und sagte: "Ich sah dich irgendwo." In Seine Augen schauend, verneigte ich mich:
"Du offenbarst Dich überall!" Da erkannte ich: Es ist nicht notwendig, darüber zu sprechen und nachzudenken,
Staunte über Seine Gnade, wie sie mich gefangen nahm.

Ich bat Ihn, mich mit der Initiation zu segnen. Er sagte: "Warum drängst du mich, dich zu initiieren?
Habe ich dich nicht bereits initiiert, als wir alleine waren? Mein Haus ist ein Tempel und dein Vaterhaus.4"
Er versprach, mich auch physisch zu initiieren, und Er tat es.
Ich schaute Ihn immer nur an und konnte die Augen nicht schließen.
Ich war der einzige, der nicht zufrieden war; der Grund war, dass ich Ihm nie habe gerecht werden können.

Ich begann, mein Schicksal zu verwünschen. Für mich konnte ein einziger Blick von Ihm so viel bewirken.
Er lehrte mich, was niemand lernen konnte. Er half mir umzukehren, mich zu ändern und zurückzugehen.

Nach sechs Monaten initiierte Er meine Frau. Ich wusste, Er hatte gesagt: "Sie ist das Leben meines Lebens."
Während sie über dem Körperbewusstsein war, sah sie Nanak und Kabir,
Meister hielt den Schöpfeimer eines Brunnens und knüpfte das Seil ab.
Der Eimer und das Seil waren beide voll Rost. Sie schaute sich fragend um.
"Dein Gurubhakti5 und Guruseva6 stehen noch aus." Sie7 waren gekommen, um ihr das zu sagen.

1 Gott
2 Seele
3 Nach Jallandhar
4 Meine Lehre ist Gottes Werk und wird dich nach Hause bringen
5 Selbsthingabe
6 Selbstloser Dienst
7 Guru Nanak und Kabir

 

Mein Meister

Meine Religion ist Kirpal, meine Kaste ist Kirpal,
Mein Meister ist Kirpal, der Meister von allen,
Vor dem ich mich für immer verneige,
Dem für immer ich Liebe und Respekt bezeuge.
Seit Er mich segnete mit einem einzigen Blick,
Bin ich im Heiligtum meines Herzens für immer glücklich mit Ihm.
Seine Art der Liebe kann ich nicht beschreiben,
Es ist auch besser so – denn es bringt mir nur Leiden.
Lasst das Wasser fließen und fließen ohne Laut,
Nur aufgewühltes Wasser rauscht und rauscht.
Der Weg der Liebe lässt sich nicht besingen noch beschreiben,
Für mich sind Ehrfurcht und Achtung vor Ihm
Ein Unterpfand der Liebe, das ich Ihm schulde.
Ich werde dies nie ändern, werde anderen immer sagen,
Nur von Ihm zu erbitten und vor Ihm sich zu neigen.
Ich sehe Ihn, und Er hält mich bei sich,
Ewig lebt Er und bleibt ewiglich.
Harbhajan Singh

O geliebte Seele, erwache, warum jetzt schlafen? Es ist Zeit zu erwachen!
Sieh, die Sonne ist aufgegangen.
Die dunkle Nacht ist vorüber.
Entscheide dein Leben und komm zurück.
Nichts gehört dir in dieser Welt.
Mache dich auf zu dem Ort,
von dem du gekommen bist.
Pack alles zusammen und lebe dort.
Dein Haus, in dem du für immer leben sollst, ist sehr stark.

Kabir

 
Sant Kirpal Singh
Wie ich Dir nah kam, weißt nur Du allein. Dieses Mal brauche ich Deinen Schutz, Deine Gnade, denn Du erscheinst voller Wohlwollen.

Harbhajan Singh

Sant Kirpal Singh
Weiteres: Dr. Harbhajan Singh – Wie ich Sant Kirpal Singh in Jullundhar traf
 
Sant Kirpal Singh
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